18.02.2018    10.45 Uhr  Kranzniederlegung am Denkmal 

auf dem Nordfriedhof in Dortmund-Eving

                                             ( Das ist eine Öffentliche Veranstaltung )                             

Das Grubenunglück auf der Zeche Minister-Stein    

 

Am 11.Februar 1925, es war 20.15 Uhr als ein dumpfer schwerer Knall

an Schacht 3 (Preußischestr) Dortmund-Eving ertönte.

Was war geschehen ?  Eine Explosion !

 

Ausgelöst hatte das Unglück eine reguläre Sprengpatrone,

oberhalb der 1. Sohle des Flözes Otto – im Bereich der Kirdorf-Siedlung an Schacht 3

ein Gesteinsstück sollte Gesprengt  werden.

 Glühende Teile der Sprengkapsel sollen dann die Methangas Explosion ausgelöst haben.

( Sammelt sich Grubengas in einer Konzentration von 5 bis 14 Prozent an,

so kann ein  Funke eine Explosion auslösen.)

Umgehend wurden Direktion und Grubenwehr alarmiert.

In Dortmund - Eving heulten die Sirenen. 15 Minuten später waren die

Grubenwehr - Männer vor Ort.

(Die Grubenwehr ist die Feuerwehr für unter Tage.

Eingesetzt z.b. bei Grubenunglücken und Grubenbrände.)

Ihr Einsatz konnte dennoch nicht viel bewirken.

Die Kumpel, die der Explosionswelle direkt ausgesetzt waren, hatten gar keine Chance.

Auch die Nachschwaden waren noch todbringend. Sie enthielten hochgiftiges Kohlenmonoxid.

 Vier Bergleute wurden bewusstlos geborgen, fünf hatten

sich durch glückliche Umstände retten können. Alle anderen 136

Bergleute der Mittagschicht starben bei der Grubengasexplosion.

Die Frauen kamen zum Zechentor, warteten zwischen Hoffen und Bangen auf neue Nachrichten.

Die hohe Zahl von 80 Ledigen wies auf das niedrige Durchschnittsalter,

da viele Kumpel ihre Schicht mit Verheirateten Kolegen getauscht haben

die mit ihren Frauen zum Karneval in die damalige Gastwirschaft "Grüne Tanne" an der Bayrischenstr. in Eving feiern wollten.

 

Eine ganze Stadt trauerte um die Opfer. Reichskanzler Luther reiste nach

Dortmund. Der Trauerzug in Dortmund am 17. Februar 1925 wurden

von 500 Fahnen begleitet. Bergleute aus Belgien und Frankreich

 zogen mit, die Straßen waren von Menschen dicht gesäumt.

Es war der schwärzeste Tag in der  Geschichte Dortmunds, Kino,

Theater und alle Karnevalsveranstaltungen wurden verboten.

Das Unglück half womöglich am Ende, ähnliche Unglücke auf

anderen Anlagen zu verhindern. Im Rahme der

nachfolgenden Untersuchungen wurden von der Bergpolizei

Verbesserungen vorgeschrieben, außerdem wurde die Gründung

einer Versuchsgrubengesellschaft beschlossen die später in Dortmund

ihren Sitz auf Tremonia hatte.   

 

Ein Lied erinnert an den Vorfall in Eving „Nicht weit von Dortmund“

Dicht bei Dortmund liegt eine Zeche. Diese heißt Minister Stein.136 Knappen büßten dort ihr Leben ein. Wer war Schuld an diesem Unglück? Schuld an diesem Leid ? Ja die Steiger, mit ihrer Treiberei.
  


Sowie zwei Denkmäler eins auf dem Nordfriedhof in Dortmund - Eving

und auf dem Friedhof in Kirchderne.

Am Denkmal auf dem Nordfriedhof in Dortmund - Eving

legen bis heute die Knappen alljährlich zum Jahrestag einen Kranz nieder.  

Die Gedenkrede hielt 2016 die Landtagsabgeordnete Frau Gerda Kieninger, danach sprach Herr Andreas Artm

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